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Karlsberg: Lohn und Zins fix

Planungssicherheit für Karlsberg. Sowohl in den Lohnverhandlungen als auch bezüglich des Zinssatzes für eine neue Unternehmensanleihe besteht nun Klarheit. Der von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) angezettelte Warnstreik bei Karlsberg in der vorletzten Woche hat offenbar Wirkung gezeigt. Nun wurde eine Einigung erzielt und von den Gewerkschaftsmitgliedern per Abstimmung auch akzeptiert.

Was soll sich ändern?

  • eine Lohnerhöhung von 400 Euro für alle Entgeltgruppen innerhalb von 11 Monaten
  • volles Weihnachtsgeld ab 2025
  • volles Urlaubsgeld ab 2026

Zudem sollen sich die Löhne in Zukunft am Flächentarifvertrag Hessen/Rheinland-Pfalz (ohne Pfalz) orientieren, der auch für Bitburger und der Privatbrauerei Kirner gilt. Dieser läuft laut INSIDE 935 noch bis zum 31. Mai 2025. Der letzte Abschluss sah eine Lohnerhöhung von 11,9% vor und schließt einen Inflationsausgleich von 3.000 Euro mit ein. Der nächste Abschluss dieses Flächentarifvertrags 2025 soll dann zeitversetzt auch für Karlsberg übernommen werden.

Karlsbergs Umtauschangebot der Unternehmensanleihen indes soll nach Angaben der Brauerei bereits vorzeitig am 18. April enden. Der Grund dafür sei die hohe Nachfrage. Eine Neuzeichnung soll bis zum 19. April möglich sein. Der Zinssatz der neuen Anleihen 2024/2029 wurde auf 6% festgelegt. Für diese ist wie schon bei den Unternehmensanleihen 2020/2025 ein Volumen von 50 Mio Euro geplant, der Zinssatz damals lag bei 4,25 %. Nun weiß die Brauerei, dass die Anleihe künftig 875.000 Euro pro Jahr mehr kosten wird. Die Lohnerhöhungen dürften mit rund 1,5 Mio Euro zu Buche schlagen.

Erst jüngst hatte Karlsberg Geschäftszahlen für 2023 veröffentlicht. Der Bruttoumsatz lag mit 153,3 Mio Euro dank Preiserhöhungen diverser Marken 1,4% über dem des Vorjahres. EBIT und EBITDA blieben stabil, der Jahresüberschuss schrumpfte von 6,4 Mio Euro im Vorjahr auf 5,7 Mio Euro.

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